Ein grüner Urlaub – fünf Tipps für umweltfreundliches Camping

Das Leben genießen – auf nachhaltige, klimafreundliche Art und Weise: Immer mehr Menschen achten auf einen umweltbewussten Lebensstil. Sie campen gerne? Wunderbar, denn der CO2-Ausstoß bei einem Campingurlaub ist viel niedriger als beispielsweise bei einer Pauschal-Flugreise. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, auch einen Campingurlaub noch umweltfreundlicher zu gestalten. Wir haben fünf Tipps für Sie.

1. Entscheiden Sie sich für einen Eco-Campingplatz

Fast alle Campingplätze achten heutzutage auf die Umwelt. Müll wird größtenteils getrennt und immer mehr Campingplätze treffen Maßnahmen, um Wasser und Energie einzusparen, etwa bei Duschköpfen und Beleuchtung. Sie setzen Solarmodule ein, um erneuerbare Energie zu erzeugen und entscheiden sich bei Neubauten für nachhaltige Materialien und eine solide Wärmedämmung. Zudem verwenden Campingplätze zunehmend umweltfreundliche, biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Ist es Ihnen wichtig, dass der Campingplatz, auf dem Sie Urlaub machen, Maßnahmen dieser Art konsequent umsetzt? Dann sollten Sie sich für einen Eco-Campingplatz entscheiden. Diese Campingplätze sind zertifiziert und besitzen spezielle Gütesiegel wie beispielsweise den „Green Key“. Wer dieses Label führen möchte, muss eine Reihe festgelegter Anforderungen erfüllen.

2. Überprüfen Sie Ihre Campingausrüstung

Sind Sie ein eingefleischter Zelt-Camper? Dann machen Sie bereits alles richtig. Sehr viel nachhaltiger, als auf einer Isomatte im Zelt zu schlafen, geht es kaum! Wenn Sie mit Wohnwagen oder Reisemobil unterwegs sind, gibt es einige Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu reduzieren. So können Sie beispielsweise Solarkollektoren auf Ihrem Campingfahrzeug installieren. Die Sonnenenergie wird in Strom umgewandelt und im Akku gespeichert, sodass Sie sie zu einem anderen Zeitpunkt nutzen können. Sie produzieren also an sonnigen Tagen mehr Strom als Sie benötigen und verfügen dadurch zu einem späteren Zeitpunkt über selbst erzeugten Strom. Superpraktisch und nachhaltig! Auch Geräte werden sparsamer. Wenn Sie einen neuen Kühlschrank benötigen, achten Sie auf den Energieverbrauch. So handeln Sie nachhaltig und wirtschaftlich.

Sonnenkollektoren Zelt

3. Zu Hause Energie sparen

Wenn Sie einen langen Campingurlaub genießen dürfen, können Sie währenddessen auch zu Hause Energie sparen. Stellen Sie den Thermostat möglichst niedrig ein und ziehen Sie alle Stecker aus den Steckdosen. Auf diese Weise vermeiden Sie sogenannten Leerlaufverlust für den Standby-Betrieb. Dieser kann Sie im Laufe eines Jahres eine beträchtliche Summe Geld kosten. Sie nutzen „normale“ Energie, würden aber gerne noch mehr sparen (nicht nur wenn Sie im Urlaub sind) und möchten zudem eine umweltbewusste Wahl treffen? Dann empfiehlt es sich, auf grünen Strom umzusteigen. In einem Energievergleichsportal erfahren Sie mit wenigen Klicks, welcher Stromlieferant am besten zu Ihnen passt.

4. Hinterlassen Sie Ihren Stellplatz aufgeräumt

Nachhaltig zu campen, bedeutet, respektvoll mit seiner Umgebung umzugehen. Darum hinterlassen Sie Ihren Stellplatz natürlich so sauber wie möglich. Das gilt für normale Campingplätze, erst recht jedoch, wenn Sie in der Natur wild campen. In vielen europäischen Ländern, etwa in Schottland und Norwegen, ist dies erlaubt und kostenlos. Die einzige Bedingung ist, dass Sie den Ort genauso verlassen, wie Sie ihn vorgefunden haben: sauber und unbeschädigt. Diese Regel gehört zum Leave-no-trace-Prinzip, dem Kernprinzip für Outdoor-Aktivitäten aller Art. Neben dem Einsammeln seiner Abfälle beinhaltet diese Grundregel, dass man die Natur respektiert, keine Tiere stört und keine Pflanzen beschädigt. Auch das ist nachhaltiges Camping.

Lagerfeuer kochen

5. Nachhaltig kochen

Für viele Menschen gehören ein Grillabend oder ein gemütliches Lagerfeuer zum Camping dazu. Und wenn man ohnehin schon ein Lagerfeuer angezündet hat, kann man darauf auch gleich sein Essen zubereiten oder aufwärmen. Das verleiht dem Urlaub noch mehr echtes Campinggefühl! Wenn Sie einen Gasbrenner verwenden, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, ihn an einem windgeschützten Platz aufzustellen. Dadurch verringert sich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass die Flamme ausgeht, der Brenner verbraucht an einem windstillen Ort zudem weniger Gas. Und vielleicht entscheiden Sie sich ab und zu für eine Mahlzeit ohne Fleisch oder mit einem leckeren Fleischersatz. Einige Campingplätze verkaufen auch regional produzierte Lebensmittel wie Käse, Eier, Gemüse, Fleisch oder Olivenöl. Und auf einem Campingplatz in Italien schmeckt so ein italienischer Wein doch am allerbesten. Prost auf einen schönen, nachhaltigen Urlaub!

Mehr Infos

  • Möchten Sie wissen, wieviel CO2 Sie auf Reisen ausstoßen? Lesen Sie, wie Sie dies berechnen können mit einer Rechenhilfe.
  • Eine wachsende Zahl europäischer Länder richtet Umweltzonen ein. Wir haben für Sie einen Überblick über die Regeln für Umweltzonen und -plaketten in elf europäischen Ländern zusammengestellt.

Eco-Campingplätze

Marieke Krämer
  • Autor: Marieke Krämer
  • Die Begeisterung fürs Campen hat Marieke mit der Muttermilch aufgesogen. Jedes Jahr zeltet Sie an den schönsten Orten in den Niederlanden und Belgien. Marieke liebt Aktivurlaub in der Natur, zum Beispiel in den französischen Alpen, Slowenien oder Schottland, und verbindet diesen gerne mit kurzen interessanten Städtetrips.

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