Mit dem Bulli durch Europa

Juni, 19 2018

Das sind wir, Michèle (26) und Sanne (21). Seit November 2017 reisen wir in unserem blauen Volkswagen T4 mit Namen Stitch durch Europa. Unterwegs erfahren wir viel über die Orte, die wir besuchen, über uns selbst und das Campingleben. Nach und nach lernen wir the vanlife in all seinen Facetten kennen und möchten unsere Erfahrungen gerne mit Ihnen teilen.

Bevor wir uns auf den Weg machten, hatten wir schon unseren ersten großen Fehler begangen. Wir hatten für sieben Nächte einen Campingplatz gebucht, aber nicht damit gerechnet, dass sich unsere Abreise verzögern könnte … Der VW-Bus machte Probleme, und wir mussten die Abreise um zwei Wochen verschieben. Inzwischen war der gebuchte Campingplatz schon geschlossen, und wir erhielten – obwohl wir eine Versicherung abgeschlossen hatten – unsere Anzahlung nicht zurück. Glücklicherweise fanden wir mithilfe des ACSI Campingführer Europa einen anderen schönen Campingplatz in Paris und erhielten auch noch einen Nachlass, weil wir die CampingCard ACSI nutzen konnten. Wir waren noch nicht einmal richtig unterwegs und hatten schon gelernt, dass wir außerhalb der Hochsaison einfach aufs Geratewohl zu den Campingplätzen fahren konnten.

Michèle (26) und Sanne (21)

Auf in den Süden

Unsere erste Woche unterwegs war sehr schön, allerdings fielen uns die Stadtbesuche und das Kochenlernen im Camper schwerer als erwartet, und es wurde immer kälter. Also fuhren wir von Paris aus schnell in den Süden, auf der Suche nach der wärmenden Herbstsonne! Auf dem Weg fanden wir mithilfe des ACSI Campingführers immer einen Campingplatz. Es ist schon toll, dort in Ruhe duschen und nachts bequem das Handy aufladen zu können, aber wir sehnten uns nach mehr Freiheit. Darum haben wir beschlossen, nach den schönsten Wohnmobilplätzen zu suchen, auf denen man gratis stehen darf.

Zuerst war das ziemlich aufregend, aber nach ein paar Malen hatte uns die Leidenschaft gepackt. „In the middle of nowhere“ auf den Klippen zu stehen und den Sonnenuntergang zu genießen: Was für eine super Alternative zu einem Campingplatz! Es machte nicht nur einen Unterschied in der Reisekasse, es war auch weniger stressig für uns. Viele Campingplätze schließen im November, weshalb es manchmal schwierig war, einen offenen zu finden. Allerdings lernten wir auf diese Weise den Wert einer Dusche, einer Toilette und eines Stromanschlusses zu schätzen. Wir haben schließlich vereinbart, dass wir alle zwei bis drei Tage einen Campingplatz ansteuern würden. So haben wir ein gutes Gleichgewicht zwischen dem Campen auf einem Campingplatz und dem Wildcampen gefunden.

Blauen Volkswagen T4

Die Freiheit des Wildcampens

Als wir in Andalusien waren, haben wir ein paar Nächte in Tarifa übernachtet, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlands. Wir standen dort an einem Strand ohne irgendwelche Einrichtungen. Unsere Nachbarn waren ein niederländisches Pärchen, das wir über Instagram kannten. An einem geselligen Abend haben sie uns erzählt, dass sie eigentlich noch nie auf einem Campingplatz gewesen wären und schon seit drei Wochen am Strand von Tarifa stünden. Das fanden wir ziemlich cool! Obwohl wir nur alle paar Tage auf einem Campingplatz übernachtet hatten, hatten wir immer einen Platz gefunden, an dem es auch Toiletten in der Nähe gab. In Tarifa mussten wir zum ersten Mal für unsere Bedürfnisse in die Büsche. Wir hätten beide nie gedacht, dass es einmal so weit kommen würde, aber das ist einfach the vanlife, über das wir gelesen hatten und das andere schon seit Jahren praktizieren.

'Wir standen dort an einem Strand' - Tarifa

Campingplätze in Tarifa

Hier lesen Sie noch mehr über die Abenteuer der beiden: The Adventures of MiSa. Wir haben übrigens hier alle Spanischen Regeln für Wohnmobilfahrer zusammengestellt.

Michèle & Sanne
  • Autor: Michèle & Sanne
  • Das sind wir, Michèle (26) und Sanne (21). Seit November 2017 reisen wir in unserem blauen Volkswagen T4 mit Namen Stitch durch Europa. Unterwegs erfahren wir viel über die Orte, die wir besuchen, über uns selbst und das Campingleben. Nach und nach lernen wir the vanlife in all seinen Facetten kennen und möchten unsere Erfahrungen gerne mit Ihnen teilen.

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