Roadtrip Schweden: Bohuslän entdecken
17 Juli, 2026
Bohuslän gehört zur schwedischen Region Västra Götaland und erstreckt sich entlang der Küste zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze. Die Küstenregion ist bekannt für ihre Tausenden von Schäreninseln, ihre stimmungsvollen Fischerdörfer und Campingplätze direkt am Meer. Auf einem viertägigen Roadtrip lassen sich einige der schönsten Orte Bohusläns entdecken. Unterwegs gehen Natur, Kultur und das Leben am Meer ganz selbstverständlich ineinander über. Diese Reise führt entlang der schwedischen Westküste zu den schönsten Highlights der Region.
Inhoudsopgave
Kurz zusammengefasst
Auf Entdeckungsreise an der schwedischen Westküste. Diese besondere Küstenregion begeistert mit Kunst unter freiem Himmel, jahrtausendealten Felsritzungen, lebendigen Fischerdörfern, endlosen Inseln, gemütlichen Küstenorten und einer Natur, die sich hinter jeder Kurve aufs Neue verändert. Diese Vielfalt macht das Campen in Bohuslän so besonders.
Warum Bohuslän?
Der erste Eindruck von Bohuslän? Sanft geschliffene Granitfelsen, die langsam im Meer verschwinden, Tausende kleine Inseln am Horizont und farbenfrohe Fischerhäuser, die seit Generationen gelassen auf das Wasser blicken. Diese Küstenregion liegt an der schwedischen Westküste zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze. Gerade die Kombination aus beeindruckender Natur, lebendigen Küstenorten und Campingplätzen in außergewöhnlicher Lage macht das Campen in Bohuslän so besonders. Gleichzeitig sind die Entfernungen angenehm überschaubar, sodass sich in nur wenigen Tagen eine sehr abwechslungsreiche Rundreise unternehmen lässt.
Tag 1: Die Inselwelt vor Göteborg entdecken
Aus Deutschland ist Schweden über Göteborg Göteborg bequem mit dem Auto zu erreichen. Alternativ bietet sich die Fährverbindung von Stena Line ab Kiel oder Frederikshavn an. Kaum bleibt die Stadt hinter einem zurück, verändert sich die Landschaft. Die Straße führt vorbei an Wasser, Wäldern und kleinen Brücken in Richtung Tjörn, einer Insel, auf der Kunst und Natur auf besondere Weise miteinander verschmelzen.
Noch bevor der Parkplatz erreicht ist, fällt die riesige Skulptur Anna ins Auge. Das vierzehn Meter hohe Kunstwerk ist das Wahrzeichen von Skulptur i Pilane, einer außergewöhnlichen Freiluftausstellung zwischen jahrtausendealten Grabhügeln. Beim Spaziergang über die Hügel wechseln sich moderne Kunst, Archäologie und weite Ausblicke über den Schärengarten ständig ab. Da die Ausstellung jedes Jahr neu gestaltet wird, gleicht kein Besuch dem anderen.

Skulpturenpark Skulptur i Pilane
Nach dem Besuch in Pilane sind es nur wenige Kilometer bis nach Skärhamn. Der gemütliche Küstenort vermittelt genau die entspannte Atmosphäre, für die Bohuslän bekannt ist. Direkt am Hafen befindet sich das Nordiska Akvarellmuseet mit wechselnden Ausstellungen schwedischer und internationaler Künstler. Fischerboote schaukeln im Hafen, Möwen kreisen über dem Meer und auf einer Terrasse direkt am Wasser wird schnell klar, warum so viele Schweden hier ihren Urlaub verbringen.
Campingplätze in Bohuslän bei Göteborg
Tag 2: Campen inmitten der Schären
Nach der ersten Begegnung mit der Inselwelt ist es Zeit, den Schärengarten näher zu erkunden. Mit mehr als achttausend Inseln und Felsen zählt dieses aus der letzten Eiszeit hervorgegangene Archipel bestehend aus Inseln, Schären und Klippen zu den schönsten Küstenlandschaften Skandinaviens. Dieses beeindruckende Archipel prägt die Küstenlandschaft Schwedens.
Ein idealer Ausgangspunkt ist das Camping Hafsten Resort in der Nähe von Uddevalla. Von den vielen Stellplätzen aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf das Meer und die Insel Orust. Der Campingplatz wurde 2024 bei den ACSI Awards als Bester Campingplatz Schwedens ausgezeichnet. Schon alleine seine einzigartige Lage macht ihn zu einem ganz besonderen Reiseziel.
Wanderschuhe anziehen und einem der Wanderwege folgen, die direkt am Campingplatz beginnen, lohnt sich hier auf jeden Fall. Der Aufstieg zu den Hafstenstoppen ist zwar etwas anspruchsvoll, doch oben wartet ein beeindruckendes Panorama mit Meer, Wäldern und unzähligen Inseln. Wer lieber aufs Wasser möchte, kann ein Kajak oder Kanu mieten und den Schärengarten vom Wasser aus entdecken. Erst von dort wird deutlich, wie weitläufig die schwedische Westküste tatsächlich ist.

Tag 3: Fischerdörfer und das Königreich der Felsen
Je weiter die Reise nach Norden führt, desto stärker prägt das Meer die Landschaft. Fast jeder Ort besitzt einen kleinen Hafen, in dem Fischerboote neben Segelyachten vor Anker liegen. Smögen zählt zu den bekanntesten Fischerdörfern Bohusläns. Schon beim Spaziergang über die mehr als 800 Meter lange Smögenbryggan wird schnell klar, weshalb. Entlang der Promenade stehen bunte Holzhäuser, auf den Terrassen werden Garnelen und andere Meeresfrüchte serviert und überall liegt der Duft des Meeres in der Luft. Ja, Smögen ist beliebt bei Besuchern. Gleichzeitig verkörpert der Ort genau das Bild eines typisch schwedischen Küstenstädtchens.

Wer Bohuslän gegen Ende des Sommers besucht, erlebt vielleicht sogar eine Kräftskiva. Bei diesem traditionellen Krebsfest kommen Familien und Freunde an langen Tafeln zusammen, genießen Flusskrebse, Meeresfrüchte und verbringen singend und lachend einen geselligen Abend bis weit in die Nacht.
Von Smögen ist es nur eine kurze Fahrt bis zum Naturschutzgebiet Ramsvikslandet, das auch als Königreich der Felsen bekannt ist. Die glatt geschliffenen Granitfelsen entstanden vor Tausenden von Jahren durch das Inlandeis und verleihen der Landschaft ihren charakteristischen rosafarbenen Schimmer. Ein Abschnitt des Küstenwanderwegs Kuststigen führt durch dieses außergewöhnliche Gebiet und bietet unterwegs immer wieder herrliche Ausblicke auf das Meer.
Bevor die Reise weiter in Richtung Norden führt, lohnt sich ein Besuch im Vitlycke Museum. Das Museum gehört zu den Höhepunkten der Region. In der Umgebung befinden sich Hunderte von Felsritzungen aus der Bronzezeit, die einen faszinierenden Einblick in das Leben der Menschen vor Tausenden von Jahren geben. Im Museum wird diese Epoche anhand von Rekonstruktionen und Vorführungen anschaulich dargestellt. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann an einer Führung mit einem Archäologen teilnehmen.

Die Route endet in Strömstad, unweit der norwegischen Grenze. Die Küste wirkt hier noch ursprünglicher und das Meer ist nie weit entfernt. Vom Hafen aus fahren Boote zu den Kosterinseln und in den Nationalpark Kosterhavet. Dort laden Wander und Radwege zu Erkundungstouren ein. Auch Schnorcheln oder eine Bootsfahrt zur Beobachtung von Robben gehören zu den beliebtesten Aktivitäten.
Ein schöner Ort, um den Roadtrip ausklingen zu lassen, ist Seläter Camping. Der Campingplatz liegt in einer unberührten Landschaft an der schwedischen Westküste, ganz in der Nähe der norwegischen Grenze. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich der beliebte Sandstrand Capristrand mit einer Wasserrutsche und einem Sprungturm. An warmen Sommertagen herrscht hier eine entspannte und lebendige Atmosphäre.
Unsere Reiseroute auf einen Blick:
Fazit: Campen in Bohuslän: eine Reise, die Lust auf mehr macht
Nach vier Tagen haben wir längst nicht alles gesehen, aber einen wunderbaren Eindruck von dieser besonderen Küstenregion gewonnen. Bohuslän begeistert mit Kunst unter freiem Himmel, jahrtausendealten Felsritzungen, lebendigen Fischerdörfern und einer Natur, die sich hinter jeder Kurve aufs Neue verändert. Gerade diese Vielfalt macht das Campen in Bohuslän so besonders.
Auf der Rückfahrt nach Göteborg bleiben vor allem die kleinen Momente in Erinnerung: die Ruhe auf den glatt geschliffenen Granitfelsen, die weiten Ausblicke über den Schärengarten und der Duft des Meeres, der uns die gesamte Reise begleitet. Es ist gut möglich, dass schon unterwegs Pläne für den nächsten Besuch entstehen. Wir kommen wieder!
Hat diese Reise Lust auf Bohuslän gemacht? Dann lohnt sich ein Blick auf das Angebot an Campingplätzen in Västra Götaland, zu dem auch Bohuslän gehört. So lässt sich der eigene Roadtrip entlang der schwedischen Westküste ganz einfach planen.



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