5 spektakuläre Radwege im Norden des Gardasees

5 Januar, 2026

Der Norden des Gardasees gilt als eine der spannendsten Regionen für Radfahrer in ganz Italien. Zwischen den schroffen Felswänden rund um Riva del Garda und den offenen Uferbereichen bei Torbole erwartet dich eine Vielfalt an Strecken, die sowohl für entspannte Fahrten als auch für sportliche Höhenwege ideal sind. Das Wechselspiel aus alpiner Landschaft, mediterranem Klima und ständigem (Rücken-)Wind schafft perfekte Bedingungen, um den See auf dem Rad zu entdecken und die schönsten Orte der Region miteinander zu verbinden.

Inhalt

Kurz zusammengefasst

Zwischen imposanten Felswänden, glitzerndem Seeufer und mediterranen Ortschaften warten Radwege für jedes Niveau: gemütlich und familienfreundlich, aussichtsreich und geschichtsträchtig oder sportlich und anspruchsvoll. Ob du am Wasser entlang radelst, über Panoramapfade fährst oder alpine Trails erlebst: die Touren rund um Riva del Garda, Torbole und Arco zeigen den Gardasee von seiner spannendsten Seite. Ideal für alle, die die Region aktiv entdecken und vieles in kurzer Zeit erleben möchten.

1. Von Riva del Garda nach Torbole

Die flache Strecke zwischen Riva del Garda und Torbole zählt zu den beliebtesten Radwegen im Norden. Auf rund fünf Kilometern folgst du dem Seeufer und genießt eindrucksvolle Ausblicke auf das schimmernde Wasser und die steilen Felswände, die hier imposant aufragen. Die Route eignet sich ideal für Familien und gemütliche Ausflüge, denn immer wieder bieten sich kleine Plätze für Pausen direkt am Wasser an.

Radfahren auf dem Monte Brione

Zwischenstopp auf dem Monte Brione zwischen Riva del Garda und Torbole

Ein spannender Abstecher führt auf den Monte Brione. Die rund neun Kilometer lange Tour steigt sanft an und belohnt mit einem Panorama über das gesamte Nordufer. Entlang des Höhenrückens erreichst du die Forte Garda, eine historische Festungsanlage, von der sich eindrucksvolle Ausblicke auf Riva, Torbole und den tiefblauen See öffnen. Diese Variante ist etwas fordernder, aber landschaftlich besonders lohnend.

Kurzinfos

  • Länge: 5 km bzw. 9 km (Monte Brione)
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel
  • Highlights: Seeufer, Felswände, Forte Garda, Panoramawege

2. Sentiero della Ponale

Der Sentiero della Ponale ist ein beeindruckender Panoramaweg am Gardasee. Direkt am Rand von Riva del Garda beginnt der ehemalige Verbindungsweg ins Ledrotal, der heute als breiter Rad- und Wanderweg genutzt wird. In weiten Kurven schmiegt sich die Strecke an die Steilwände über dem See und führt durch kurze Tunnel und Felsgalerien. Er ist die perfekte Mischung aus Natur, Geschichte und spektakulärer Aussicht.

Radweg Sentiero del Ponale oberhalb des Gardasees.

Der Sentiero della Ponale führt entlang der Felswände von Riva del Garda Richtung Ledrosee und bietet einzigartige Ausblicke.

Mit jedem Höhenmeter öffnet sich der Blick weiter über den Gardasee, bevor die Landschaft allmählich grüner und ruhiger wird. Am Ende des Weges erwartet dich das Ledrotal, und wer noch Energie hat, radelt weiter bis zum türkisfarbenen Ledrosee – ein herrlicher Ort für eine ausgedehnte Pause.

Kurzinfos

  • Länge: ca. 10 – 12 km bis zum Ledrosee
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel
  • Highlights: Tunnel, Felsgalerien, Panoramablicke, Ledrosee

3. Giro della Busa

Der Giro della Busa ist eine besonders familienfreundliche Rundtour, die Arco, Riva del Garda und Torbole miteinander verbindet. Die Route verläuft überwiegend flach und führt durch kleine Ortschaften, offene Felder und sonnige Obst- und Weingärten. Das lockere Wechselspiel aus Natur und Ortskernen macht die Runde vielseitig und angenehm. Der Radweg ist ideal für entspannte Tage auf dem Rad, an denen genügend Zeit für Pausen bleibt.

Radfahren auf dem Giro della Busa

Radfahren durch die Olivenhaine in Arco

Unterwegs bietet sich die Möglichkeit, mehrere Sehenswürdigkeiten einzubauen. Die Burg von Arco thront eindrucksvoll über der Altstadt, der Hafen San Nicolò in Riva del Garda versprüht mediterranes Flair und rund um Torbole öffnen sich weite Ausblicke über das nördliche Seeufer. Eine Tour, die viel zeigt, ohne zu fordern.

Kurzinfos

  • Länge: ca. 15 – 17 km
  • Schwierigkeit: leicht
  • Highlights: Burg von Arco, Hafen San Nicolò, Ausblicke über Torbole

4. Tremalzo-Trail

Der Tremalzo ist eine der legendärsten Mountainbike-Strecken Norditaliens und ein echtes Abenteuer für erfahrene Fahrer. Auch wenn der Startpunkt etwas abseits des Sees liegt, lohnt sich die Anfahrt, denn die Route führt über Schotterpisten hinauf zum Passo Tremalzo und weiter über eine historische Militärstraße mit alten Tunneln und weitläufigem Bergpanorama. Hier spürst du die alpine Atmosphäre in ihrer vollen Intensität.

Mountainbiker im Tunnel auf dem Tremalzo-Trail.

Der Tremalzo-Trail begeistert mit historischen Militärtunneln und eindrucksvollen Aussichtspunkten.

Nach dem langen, stetigen Anstieg folgt eine spektakuläre Abfahrt in Richtung Ledrotal. Die Mischung aus wilder Berglandschaft, Geschichte und sportlicher Herausforderung macht den Tremalzo-Trail zu einem unvergesslichen Erlebnis für ambitionierte Biker.

Kurzinfos

  • Länge: je nach Variante 30 – 40 km
  • Schwierigkeit: anspruchsvoll
  • Highlights: Passo Tremalzo, Militärstraße, Tunnel, Hochgebirgspanoramen

5. Monte Baldo

Auch die Ostseite des Gardasees bietet mehrere anspruchsvolle Aufstiege auf den Monte Baldo. Rund 2.000 Höhenmeter, lange Serpentinen und alpine Strecken machen die Region zu einem Paradies für trainierte Rennradfahrer und Mountainbiker. Oben erwarten dich Fernblicke über den gesamten Gardasee und die umliegenden Gipfel. Die Strecke ist ein echtes Highlight für alle, die Herausforderung und großartige Landschaft suchen.

Downhill-Mountainbiker am Monte Baldo

Am Monte Baldo sorgen spezielle Bike-Stationen mit Downhill-Verleih für ein unvergessliches Mountainbike-Erlebnis.

Mehrere Radstationen bieten vor Ort Mountainbikes und Downhill-Equipment an, sodass auch eine reine Abfahrt möglich ist. Der Monte Baldo ist damit sowohl für ambitionierte Kletterer als auch für Abfahrtsfans ein beeindruckendes Ziel.

Kurzinfos

  • Länge: je nach Route sehr variabel
  • Schwierigkeit: schwer
  • Highlights: 2.000 Höhenmeter, Serpentinen, Weitblicke über den Gardasee

Campingplätze am Gardasee mit MTB-Routen vom Platz aus

Mit dem Fahrrad über den See

Die Fährverbindungen rund um den Gardasee sind ein echtes Plus für Radfahrende. Viele Schiffe verfügen über großzügige Stellflächen für Fahrräder, sodass du problemlos zusteigen und deine Route flexibel gestalten kannst. Besonders an warmen Tagen oder wenn eine Etappe länger ausfällt, ermöglicht die Fähre eine entspannte Abkürzung oder sogar eine völlig neue Tourenkombination. Auch spontane Planänderungen, etwa bei Wind oder drohendem Gewitter, lassen sich so unkompliziert auffangen.

Wichtige Routen für Radfahrer:

  • Torri del Benaco – Maderno: Eine schnelle, zuverlässige Verbindung zwischen der Ost- und Westseite. Besonders geeignet, wenn du größere Gardasee-Runden planst oder den Rückweg abkürzen möchtest.
  • Malcesine – Limone sul Garda: Perfekt, um die Uferorte ohne mühsame Straßenabschnitte zu verbinden. Besonders reizvoll für alle, die die Radtour am Panorama-Radweg in Limone starten oder beenden wollen.

Services für Radfahrende auf Campingplätzen

Viele Camping- und Stellplätze rund um den Gardasee sind hervorragend auf radaktive Gäste eingestellt. Häufig stehen Fahrradräume, gut geschützte Abstellbereiche oder sogar kleine Werkbänke mit grundlegenden Werkzeugen zur Verfügung. Einige Plätze bieten zusätzlich spezielle Waschbereiche oder praktische „Radduschen“, um Schmutz und Staub nach anspruchsvolleren Touren direkt abzuspülen. Auch Rad- und E-Bike-Verleihe sind weit verbreitet. Das ist besonders bequem für alle, die ohne eigenes Fahrrad anreisen oder spontan eine Tour unternehmen möchten. Manche Betreiber beraten zudem zu regionalen Strecken, vermitteln geführte Rundfahrten oder geben hilfreiche Tipps für die Planung der nächsten Etappe.

Campingplätze für Radfahrer am nördlichen Gardasee

Welche Radwege im Norden des Gardasees habt ihr bereits ausprobiert – und welche Tour könnt ihr besonders empfehlen?

  • Autor: Alena Gebel
  • Am Campen fasziniert mich vor allem die Freiheit, nicht alles planen zu müssen. Campingplätze kann man immer bequem und spontan von unterwegs suchen und finden. Dabei zieht es mich vor allem in wärmere Länder in Südeuropa wie Spanien, Frankreich oder Portugal.

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