Überwintern in Südspanien – drei Regionen und die Traumroute in den Süden

29 Oktober, 2026

Dem grauen deutschen Winter entfliehen und im sonnigen Spanien überwintern. Wer will das nicht? Wir zeigen dir eine schöne Route zu beliebten Überwinterungszielen im Süden Spaniens, stellen dir diese Route und die Regionen näher vor und geben praktische Überwintertipps.  Hast du mehrere Monate Zeit und träumst du von einem warmen Winter, nimm dir dann Zeit für sowohl eine traumhafte Route in den Süden als eine Kombination der schönsten Regionen zum Überwintern, um fernab von Regen und Schnee alle Facetten Südspaniens zu entdecken. 

Warum in Spanien überwintern?

Wenn es in Deutschland kalt wird, die Tage kürzer werden und der Himmel ständig grau ist, wächst die Sehnsucht nach Sonne und milderen Temperaturen. Südspanien ist dann ein wunderbares Ziel für alle, die dem Winter entfliehen möchten und können. Hier kannst du auch in den Wintermonaten häufig draußen sitzen, am Meer spazieren gehen, durch historische Altstädte bummeln und draußen auf sonnigen Terrassen die andalusische Küche genießen.

Besonders reizvoll ist das Überwintern mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen. Du bist flexibel, kannst die Reise gut planen, die Route an das Wetter anpassen, dir mehrere Regionen auswählen und dir bleibt genügend Zeit, dein gewähltes Winterdomizil besser kennenzulernen als in einem kurzen Urlaub. Wir stellen dir Gibraltar und Tarifa, die Costa del Sol, die Costa Tropical und die Küste rund um Almería vor. Jede Region hat ihren eigenen Charakter, von lebhaften Küstenorten über weiße Bergdörfer bis hin zu faszinierenden, beinahe wüstenartigen Landschaften. Wer’s noch abenteuerlicher mag, kann die Reise auch noch erweitern mit Regionen in Portugal oder sogar Marokko.

Die Traumroute zum Überwinterziel in Spanien

Die Fahrt von Deutschland nach Andalusien ist lang, aber mit mehreren Stopps und Übernachtungen wird eine eigenständige kleine Reise daraus, die sich absolut lohnt. Wir empfehlen, wenn die Zeit es zulässt, mindestens zehn Tage für die Route einzuplanen und länger bei den Zwischenstopps zu bleiben. Dann beginnt der Urlaub nämlich bereits unterwegs mit ganz neuen Entdeckungen.  Frei nach dem Motto: Nicht der Weg ist das Ziel – das Unterwegssein ist es.

Wir sind bei unserer Route ausgegangen von Frankfurt als Startort wegen der zentralen Lage in Deutschland. Die Route kannst du jedoch selber ganz einfach anpassen, wenn du zum Beispiel aus anderen Regionen anreist. Denke zum Beispiel an Zwischenstopps in  Freiburg im Breisgau, dem Schwarzwald oder das Elsass.

Etappe 1: Deutschland (Frankfurt) nach Annecy (ca. 620 km)

Die Strecke führt überwiegend über gut ausgebaute Autobahnen und lässt sich ohne schwierige Alpenpässe fahren. Die Zwischenstopps kannst du selber auswählen. Einige Tipps: Heidelberg, Freiburg im Breisgau, Schwarzwald, Basel, eventuell ein kurzer Abstecher nach Schaffhausen zum Rheinfall, Bern und Genf und der Genfer See.

In Annecy, dem Venedig der Alpen, angekommen, erwartet dich eine besonders reizvolle Kombination aus französischem Lebensgefühl, historischem Charme und beeindruckender Alpenlandschaft. Die bunten Häuser, kleinen Brücken und romantischen Kanäle verleihen der Stadt eine einzigartige Atmosphäre. Besuche die Altstadt, das Schloss oberhalb der Altstadt, die romantische Pont des Amours – ein sehr beliebtes Fotomotiv – und mache eine Bootsfahrt auf dem wunderschönen See. Auch eine Radtour (42 Kilometer) um den See bietet sich an.

Annecy – das Venedig des Nordens

Tipp: Für Annecy empfehlen wir mindestens zwei bis drei Übernachtungen, damit du die Altstadt und die Landschaft rund um den See in Ruhe genießen kannst.

Campingplätze in Annecy und Umgebung: ACSI Eurocampings: 57 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Praktischer Reisetipp:

  • Schweizer Vignette: Für Autobahnen benötigen Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen eine Vignette für 40 CHF. Bei einem Wohnwagengespann benötigen Zugfahrzeug und Wohnwagen jeweils eine eigene Vignette. Für schwerere Fahrzeuge gelten andere Abgaben. Informiere dich vor der Reise und schaff dir bereits eine Vignette an. Mehr Informationen gibt es hier: 
    Via Portal: Ihr digitaler Schlüssel für E-Vignette und PSVA
  • Umweltzonen in Frankreich: Für bestimmte französische Städte, darunter Annecy, gelten Umweltzonenregelungen. Informiere dich vor der Abfahrt über die aktuellen Crit’Air-Vorschriften. Hier findest du mehr Informationen: Umweltplakette Frankreich: Wo kann man sie kaufen? Wo gilt sie?

Etappe 2: Annecy nach Avignon (ca. 340 km)

Diese Etappe führt durch Frankreich in Richtung Rhônetal. Hier bietet sich Avignon, die historische Perle der Provence, als idealer Ort für eine längere Pause an. Schlendere durch die charmante Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, gemütlichen Cafés und kleinen Geschäften. Bewundere  den imposanten Papstpalast, die berühmte Brücke Pont Saint-Bénézet und die mittelalterliche Stadtmauer. Genieße auf einer sonnigen Terrasse das provenzalische Lebensgefühl und lasse dich vom besonderen Charme dieser historischen Stadt verzaubern!

Sur le pont d‘ Avignon

Auch die Umgebung von Avignon hat viel zu bieten! Entdecke den beeindruckenden Pont du Gard, ein römisches Aquädukt, oder besuche die malerischen Dörfer des Luberon mit ihren bunten Märkten und gemütlichen Gassen. Besonders sehenswert sind Gordes und Roussillon mit seinen leuchtenden Ockerfelsen. Weinliebhaber kommen im berühmten Weinanbaugebiet Châteauneuf-du-Pape auf ihre Kosten.

Tipp: Für Avignon empfehlen wir mindestens zwei bis drei Übernachtungen, damit du die Stadt und die Umgebung in aller Ruhe entdecken kannst.

Campingplätze für die Übernachtung in Avignon findest du hier: ACSI Eurocampings: 83 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Etappe 3: Avignon nach Girona (ca. 340 km)

Von Avignon führt die Reise über Narbonne, Perpignan und Figueres weiter nach Girona im spanischen Katalonien. Unterwegs wechseln sich mediterrane Landschaften, historische Städte, Weinberge und beeindruckende Küstenabschnitte ab. Am Ziel erwartet dich das mittelalterliche Girona und die wunderschöne Costa Brava. Girona gehört zu den schönsten historischen Städten Kataloniens. Die farbenfrohen Häuser entlang des Flusses Onyar, verwinkelte Gassen und beeindruckende Bauwerke prägen das Stadtbild. Besonders angenehm ist die entspannte Atmosphäre: Hier kann man wunderbar durch die Altstadt schlendern, kleine Geschäfte entdecken und in gemütlichen Restaurants die katalanische Küche genießen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die imposante Kathedrale von Girona mit ihrer monumentalen Freitreppe, das ehemalige jüdische Viertel El Call und die mittelalterliche Stadtmauer, die einen herrlichen Ausblick über die Dächer Gironas und die umliegenden Hügel bietet. Sehenswert sind auch die arabischen Bäder aus dem 12. Jahrhundert und die rote Eisenbrücke Pont de les Peixateries Velles, die mit Gustave Eiffel verbunden ist.

Girona – typisch spanisches Straßenbild

Auch die Umgebung von Girona bietet eine wunderbare Mischung aus Natur, Kultur und mediterranem Flair. Von der Costa Brava mit ihren traumhaften Buchten und Stränden bis zu mittelalterlichen Dörfern und schönen Naturgebieten. Besuche das Städtchen Besalú, den See von Banyoles, das mittelalterliche Dorf Pals und das malerische Fischerdorf Calella de Palafrugell. Die Region bietet außerdem zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen, Radtouren und Ausflüge zu den geschützten Naturlandschaften der Costa Brava.

Tipp: Je nach verfügbarer Zeit solltest du hier mindestens ein bis zwei Nächte einplanen.

Campingplätze in Girona und Umgebung: ACSI Eurocampings: 88 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Etappe 4: Girona nach Valencia (ca. 440 km)

Von Girona geht es weiter Richtung Süden nach Valencia. Die Strecke führt überwiegend über die gut ausgebaute AP-7 und eignet sich hervorragend für Wohnmobile und Wohnwagen. Unterwegs laden schöne Küstenorte und historische Städte zu Zwischenstopps ein. Besonders sehenswert ist Tarragona mit seinem römischen Amphitheater direkt am Meer. Naturliebhaber können einen Abstecher in das Ebrodelta mit seinen Lagunen und zahlreichen Vogelarten unternehmen. Ein weiteres Highlight ist Peñíscola mit seiner mächtigen Burg, die hoch über der malerischen Altstadt und dem Mittelmeer thront. In Valencia erwarten dich eine lebendige Altstadt, futuristische Architektur und mediterranes Flair. Schlendere durch die Gassen rund um die Kathedrale, entdecke die beeindruckende Seidenbörse und probiere regionale Spezialitäten in der berühmten Markthalle Mercado Central. Für eine entspannte Fahrradtour bieten sich die grünen Turia-Gärten an, die sich durch die Stadt ziehen. Anschließend kannst du am weitläufigen Malvarrosa-Strand die Sonne genießen oder in einem Strandrestaurant eine echte valencianische Paella probieren.

Futuristische Architektur in Valencia

Tipp: Plane zwei bis drei Übernachtungen in Valencia ein. So bleibt genügend Zeit, die Sehenswürdigkeiten zu erkunden und das mediterrane Lebensgefühl zu genießen.

Campingplätze in Valencia: ACSI Eurocampings: 71 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Etappe 5: Von Valencia nach Almería (ca. 450 km)

Von Valencia geht es weiter Richtung Süden nach Almería in Andalusien. Die rund 450 Kilometer lange Strecke führt je nach Route durch abwechslungsreiche Landschaften, vorbei an Palmenhainen, historischen Städten und der sonnigen Mittelmeerküste. Für Wohnmobile und Wohnwagen bieten sich die gut ausgebauten Autobahnen A-7 und AP-7 an. Unterwegs lohnen sich einige Zwischenstopps.

In Alicante erwarten dich eine schöne Hafenpromenade und die imposante Burg Santa Bárbara mit herrlichem Meerblick. Weiter südlich lädt Murcia mit seiner beeindruckenden Kathedrale und gemütlichen Plätzen zu einem Stadtbummel ein. Auch die historische Festung von Lorca ist einen Besuch wert. Almería ist eine faszinierende Mischung aus andalusischer Kultur, Geschichte und mediterranem Lebensgefühl. Entdecke die mächtige Alcazaba, eine maurische Festungsanlage mit spektakulärem Blick über die Stadt und das Mittelmeer. Schlendere anschließend durch die Altstadt und genieße typisch spanische Tapas auf einer sonnigen Terrasse. Ein besonderes Highlight ist der nahe gelegene Naturpark Cabo de Gata. Hier erwarten dich vulkanische Felslandschaften, versteckte Buchten und traumhafte Strände. Auch die Wüste von Tabernas ist einen Ausflug wert. Die außergewöhnliche Landschaft diente bereits zahlreichen Westernfilmen als Kulisse.

Almeria und seine imposante Burg Alcazaba

Tipp: Plane zwei bis drei Übernachtungen in der Region Almería ein. So hast du genügend Zeit, die Stadt zu entdecken und die beeindruckende Natur des Naturparks Cabo de Gata zu genießen. Mit einem Wohnwagengespann empfiehlt es sich, für abgelegene Buchten das Auto ohne Wohnwagen zu nutzen.

Campingplätze in Almeria und Umgebung: ACSI Eurocampings: 17 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Etappe 6: Von Almería zur Costa Tropical (123 km)

Von Almería führt dich die Reise weiter westwärts entlang der andalusischen Mittelmeerküste zur sonnigen Costa Tropical. Die Strecke verläuft überwiegend über die gut ausgebaute A-7 und eignet sich hervorragend für Wohnmobile und Wohnwagen. Unterwegs erwarten dich beeindruckende Küstenlandschaften, kleine Fischerdörfer und herrliche Ausblicke auf das Mittelmeer. Ein schöner Zwischenstopp ist Castell de Ferro, ein gemütlicher Küstenort mit Strand und traditionellen Restaurants. Weiter geht es über Motril in Richtung Salobreña und Almuñécar.

Castell de Ferro an der Costa Tropical

Die Costa Tropical begeistert mit ihrem besonders milden Klima, schönen Stränden und einer faszinierenden Bergkulisse. Hier wachsen sogar Mangos, Avocados und Chirimoyas! In dieser relativ ruhigen Region lässt es sich hervorragend überwintern. Besuche das malerische Salobreña mit seinen weißen Häusern und der maurischen Burg hoch über dem Meer. In Almuñécar erwarten dich eine charmante Altstadt, das Castillo de San Miguel und eine schöne Strandpromenade. Besonders reizvoll ist auch die geschützte Bucht von La Herradura, die zum Baden, Schnorcheln und Entspannen einlädt.

Campingplätze in der Umgebung von Almunecar: ACSI Eurocampings: 11 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Tipp: Plane, wenn du auf der Durchreise an der Costa Tropical bleiben möchtest, zwei bis drei Übernachtungen ein. Von einem Campingplatz in der Nähe von Almuñécar oder Salobreña aus kannst du die Region bequem erkunden. Die engen Gassen der historischen Ortskerne besuchst du am besten zu Fuß.

Etappe 7: Von der Costa Tropical zur Costa del Sol /Malaga(146 km)

Von der Costa Tropical geht es weiter zur berühmten Costa del Sol. Die Strecke führt von Almuñécar oder La Herradura nach Málaga  über die gut ausgebaute A-7 und eignet sich hervorragend für Wohnmobile und Wohnwagen. Unterwegs erwarten dich traumhafte Küstenlandschaften, weiße Dörfer und herrliche Ausblicke auf das Mittelmeer. Die gesamte Costa del Sol ist eine sehr beliebte Region zum Überwintern, du kannst hier auf einem zentral gelegenen Campingplatz bleiben und Ausflüge machen oder mehrere Campingplätze an verschiedenen Orten für länge Aufenthalte auswählen.

Ein besonders schöner Zwischenstopp ist Nerja. Vom berühmten Balcón de Europa genießt du einen fantastischen Blick auf die Küste. Auch die beeindruckenden Tropfsteinhöhlen von Nerja sind einen Besuch wert. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Frigiliana, eines der malerischsten weißen Dörfer Andalusiens. Schlendere durch die blumengeschmückten Gassen und genieße das typisch andalusische Flair. In Málaga angekommen, erwartet dich eine lebendige Hafenstadt voller Geschichte und spanischem Charme. Besichtige die maurische Festung Alcazaba, entdecke das römische Theater und genieße vom Castillo de Gibralfaro einen herrlichen Panoramablick über die Stadt. Auch die imposante Kathedrale, das Picasso-Museum und die historische Markthalle Mercado de Atarazanas sind einen Besuch wert. Anschließend kannst du durch die Altstadt bummeln, köstliche Tapas probieren oder an der modernen Hafenpromenade Muelle Uno die Sonne genießen.

Auch die Umgebung von Málaga hat einiges zu bieten! Ein unvergessliches Naturerlebnis erwartet dich auf dem berühmten Caminito del Rey! Der spektakuläre Wanderweg führt über schmale Holzstege entlang steiler Felswände durch die beeindruckende Gaitanes-Schlucht. Genieße atemberaubende Ausblicke und erlebe Andalusiens wilde Natur hautnah.

Der Caminito del Rey – der schönste Wanderweg Europas

Granada begeistert mit seiner einzigartigen Mischung aus orientalischem Flair und spanischer Lebensfreude. Besuche die prachtvolle Alhambra mit ihren kunstvollen Palästen und wunderschönen Gärten. Schlendere durch das historische Viertel Albaicín und genieße vom Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás den Blick auf die Alhambra und die Berge der Sierra Nevada. Anschließend locken gemütliche Tapasbars in der Altstadt. Beide Ausflugsziele lassen sich von Málaga aus als Tagesausflug besuchen. Für den Caminito del Rey solltest du einen halben bis ganzen Tag einplanen, für Granada einen ganzen Tag. Buche die Eintrittskarten für den Caminito del Rey und die Alhambra am besten vorab online.

Das Alhambra in Granada ist ein faszinierendes Bauwerk

In der Umgebung von Málaga lohnt sich auch unbedingt der Besuch der schönsten weißen Dörfer Andalusiens, der spektakulären Schluchten und der beeindruckenden Naturlandschaften: das hoch über einer tiefen Schlucht gelegene Ronda mit der imposanten Brücke Puente Nuevo, das traumhafte Mijas Pueblo mit seinen weiß getünchten Häusern und blumengeschmückten Gassen, Antequer, der Naturpark El Torcal und Setenil de las Bodegas: Dieses außergewöhnliche weiße Dorf ist berühmt für seine Häuser, die direkt unter mächtigen Felsüberhängen gebaut wurden. Drei Ausflugsziele, die dur nicht entgehen lassen solltest.

Setenil de las Bodegas – beliebtes Fotomotiv

Tipp: Wenn du auf der Durchreise an der Costa del Sol bleiben möchtest, plane auf der Route dann auf jedem Fall mehrere Tage für deine Übernachtungen ein.

Etappe 8: Von der Costa del Sol nach Gibraltar und Tarifa (139 km)

Von Málaga geht es entlang der sonnigen Costa del Sol Richtung Gibraltar und weiter nach Tarifa, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlands. Die rund 180 Kilometer lange Strecke führt über die A-7 oder teilweise mautpflichtige AP-7 und eignet sich gut für Wohnmobile und Wohnwagen. Unterwegs erwarten dich elegante Küstenstädte, beeindruckende Ausblicke und eine faszinierende Mischung aus spanischer und britischer Kultur so wie Marbella und Estepona. Schlendere durch die charmante Altstadt von Marbella mit ihren weißen Häusern, blumengeschmückten Gassen und gemütlichen Plätzen. Besonders schön ist die Plaza de los Naranjos mit ihren Orangenbäumen und Cafés. Estepona begeistert mit einer hübschen Altstadt voller bunter Blumentöpfe und gepflegter Gassen. Die lange Strandpromenade lädt zu einem entspannten Spaziergang mit Blick auf das Mittelmeer ein.

Gibraltar -ein Stückchen England zwischen Spanien und Marokko

Tagesausflugstipp Gibraltar: Auf Gibraltar gibt es keine Campingplätze, somit nennen wir es hier ausschließlich als empfehlenswertes Ziel für einen besonderen Tagesausflug. Der berühmte Felsen von Gibraltar ragt imposant über der Küste auf und bietet bei klarer Sicht einen fantastischen Blick bis nach Afrika. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören: Upper Rock Nature Reserve, die Höhlen von St. Michael’s Cave, Europa Point  Leuchtturm und Main Street, britisches Flair mit traditionellen Pubs, Geschäften und roten Telefonzellen. Auf der Fahrt überquerst du die Landebahn des Flughafens, eine ganz besondere Erfahrung! Tipp: Parken auf Gibraltar ist bereits mit einem PKW eine Herausforderung. Parke dein Wohnmobil oder Gespann deshalb bereits vor der Grenze in La Línea de la Concepción und überquere die Grenze zu Fuß.

Von Gibraltar führt die Reise über Algeciras und die N-340 weiter nach Tarifa. Schon unterwegs bieten sich bei klarer Sicht eindrucksvolle Ausblicke über die Straße von Gibraltar zur marokkanischen Küste. Tarifa begeistert mit seiner entspannten Atmosphäre, kilometerlangen Sandstränden und einer charmanten Altstadt. Schlendere durch die engen Gassen, entdecke die historische Festung Castillo de Guzmán el Bueno und genieße frischen Fisch in einem der gemütlichen Restaurants. An der Landzunge Isla de las Palomas treffen Mittelmeer und Atlantik aufeinander. Ein ganz besonderes Ausflugsziel ist die Playa de Bolonia, etwa 25 Kilometer nordwestlich von Tarifa. Hier erwarten dich ein traumhafter Naturstrand, eine riesige Wanderdüne und die gut erhaltenen Ruinen der römischen Stadt Baelo Claudia.

Tarifa – endlose Sandstrände im Süden Spaniens

Tipp: Plane zwei bis drei Übernachtungen in der Umgebung von Tarifa ein. Beachte, dass es in Tarifa häufig sehr windig ist – achte deshalb gut auf deine Markisen und Vorzelte.
Campingplätze in Tarifa und Umgebung: ACSI Eurocampings: 9 jährlich inspizierte Campingplätze in Europa

Die vorgeschlagene Route dient lediglich als Inspiration. Passe sie nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen und je nach Wetterlage nach eigenen Vorstellungen an. Gerade bei einer Reise mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen hast du diese herrliche Flexibilität bei der Reiseplanung. Nutze sie!  Beim Überwintern bzw. längeren geplanten Aufenthalten auf Campingplätzen empfiehlt sich unbedingt eine Reservierung vorab.

Karte

Welche Region zum Überwintern passt am besten zu dir?

1. Die Costa del Sol: Sonne, Strand und andalusisches Lebensgefühl

Die Costa del Sol gehört zu den beliebtesten Regionen für Langzeiturlauber und Überwinterer. Entlang der Küste erwarten dich Promenaden, Restaurants, Märkte und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Gleichzeitig sind hübsche weiße Dörfer und beeindruckende Landschaften und sehenswürdige Ausflugsziele nur eine kurze Fahrt entfernt. Viele Campingplätze sind hier darüber hinaus ganzjährig geöffnet. Für einen längeren Aufenthalt eignen sich neben der Stadt Malaga zum Beispiel Torre del Mar, Nerja oder Torrox, Orte im Innenland oder im Westen Malagas. Torre del Mar bietet eine lange Strandpromenade und gute Einkaufsmöglichkeiten. Nerja begeistert mit kleinen Buchten und spektakulären Ausblicken auf das Mittelmeer. Torrox ist eine gute Wahl für alle, die es etwas ruhiger mögen und trotzdem nicht auf eine gute Infrastruktur verzichten möchten. Die Costa del Sol ist ideal für alle, die gerne zwischen entspannten Tagen am Meer und einem vielseitigen kulturellen Angebot wechseln. Allerdings ist auch hier nicht jeden Tag mit Badewetter zu rechnen. Die Wintersonne ist angenehm, doch abends kann es empfindlich kühl werden.

Weitere Informationen: Málaga und Umgebung

2. Die Costa Tropical: Ruhiger, ursprünglicher und voller Charme

Östlich der Costa del Sol erstreckt sich die Costa Tropical in der Provinz Granada. Die Region ist vielerorts etwas ruhiger und verbindet Meer, Berge und traditionelle andalusische Dörfer. Dank des milden Küstenklimas gedeihen hier sogar Mangos, Avocados und andere subtropische Früchte. Als Überwinterungsorte kommen Almuñécar, Salobreña oder La Herradura in Frage. Almuñécar besitzt eine historische Altstadt, eine Burg und eine schöne Uferpromenade. Salobreña ist besonders fotogen: Das weiße Dorf thront auf einem Hügel, überragt von einer Burg, und bietet weite Ausblicke auf das Mittelmeer. La Herradura ist für seine geschützte Bucht und die entspannte Atmosphäre bekannt. Die Costa Tropical eignet sich besonders für einen längeren Aufenthalt in ruhiger Umgebung. Von einem festen Standort aus lassen sich zahlreiche Ausflüge unternehmen. Das Meer ist ganz in der Nähe und auch die kulturellen Höhepunkte Granadas sind gut erreichbar. In den Bergen kann es im Winter allerdings deutlich kälter sein als an der Küste.

Weitere Informationen:Granada und Andalusien

3. Almería und Cabo de Gata: Wilde Küsten und beeindruckende Natur

Noch weiter östlich verändert sich die Landschaft. Die Gegend um Almería ist trockener und ursprünglicher als viele andere Küstenabschnitte Andalusiens. Ockerfarbene Hügel, vulkanische Felsen, einsame Buchten und weite Strände bestimmen das Bild. An manchen Stellen erinnert die Landschaft beinahe an eine Wüste. Wer gerne wandert, fotografiert und die Natur abseits großer Ferienorte erleben möchte, findet hier besonders reizvolle Möglichkeiten.  Als Ausgangspunkt bieten sich Roquetas de Mar, die Stadt Almería oder San José in der Nähe des Naturparks Cabo de Gata an.  Roquetas de Mar verfügt über zahlreiche Einrichtungen und eine lange Küstenpromenade. San José ist besonders interessant, wenn du den Naturpark Cabo de Gata erkunden möchtest. Nijar ist für seine Keramik und sein Kunsthandwerk sowie seine verwinkelten Gassen bekannt. Prüfe immer vorab, welche Campingplätze und Wohnmobilstellplätze im Winter geöffnet sind. Almería ist besonders für Naturliebhaber eine interessante Alternative zu den stärker erschlossenen Küstenregionen. Die Wintermonate eignen sich häufig gut für Wanderungen und Erkundungstouren. Bei Ausflügen sollten jedoch die Wetterbedingungen und örtlichen Zugangsregeln beachtet werden.

Übersicht der drei Regionen

Region Besonders geeignet für Sehenswürdigkeiten
Costa del Sol Promenaden, Restaurants und lebhaftes Stadtleben Málaga, Nerja, Frigiliana, Mijas, Ronda, Setenil de las Bodegas, Caminito del Rey
Costa Tropical Ruhe, Kultur und abwechslungsreiche Landschaften Salobreña, Almuñécar, Granada
Almería Natur, Wanderungen und wilde Küsten Cabo de Gata, Níjar, Almería

Praktische Tipps für das Überwintern in Südspanien

  • Campingplätze prüfen:
    Nicht alle Campingplätze sind ganzjährig geöffnet. Informiere dich rechtzeitig über Öffnungszeiten, Ausstattung und Reservierungsmöglichkeiten. Wir haben hier per Ort bereits die Links zu den im Winter geöffneten Campingplätzen in den größeren Orten aufgenommen.  Eine Übersicht aller in Spanien im Winter geöffneten Campingplätze findest du hier.
  • Warme Kleidung einpacken:
    Tagsüber kann es angenehm mild sein, nachts und in den Bergen wird es jedoch häufig kühl.
  • Maut und Umweltzonen beachten:
    Prüfe die schweizerischen, französischen und spanischen Mautstrecken (Maut & Vignette: Alle Länder und Infos) und die Zufahrtsregeln für französische und spanische Städte (Umweltzonen und Fahrverbote im Ausland: Was Sie wo beachten müssen)
  • Ausflüge vorausplanen:
    Für die Alhambra in Granada und den Caminito del Rey sollten Eintrittskarten und Führungen unbedingt frühzeitig online gebucht werden.
  • Flexibel bleiben:
    Gerade im Winter lohnt es sich, die Reiseplanung an das Wetter und die örtlichen Bedingungen anzupassen.

Nützliche Links: Spanisches Tourismusportal und Tourismusportal Andalusien

Fazit: Drei Regionen, drei verschiedene Seiten Südspaniens

Südspanien bietet ideale Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Langzeitcampingurlaub im Winter. An der Costa del Sol erwarten dich lebhafte Küstenorte, schöne Promenaden und zahlreiche kulturelle Ausflugsziele. Die Costa Tropical begeistert mit ruhigeren Orten, weißen Dörfern und der Nähe zu Granada. Rund um Almería und Cabo de Gata eröffnet sich dagegen eine faszinierende, raue Landschaft, die besonders Naturliebhaber anspricht. Du kannst den ganzen Winter in einer Region deiner Wahl überwintern, aber auch alle drei Regionen miteinander kombiniere und so drei ganz unterschiedliche Seiten Südspaniens entdecken.

Denn Überwintern bedeutet nicht nur, der Kälte zu entfliehen. Es bedeutet auch, sich Zeit zu nehmen, neue Orte und Menschen kennenzulernen, viel draußen zu sein und den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen.

Hast du schon mal im Süden Spaniens überwintert und noch praktische Überwintertipps ? Schreib sie uns gerne in die Kommentare.

  • Autor: Natalie
  • Am Camping liebe ich vor allem die Freiheit, die Spontaneität und die Nähe zur Natur. Einfach losziehen und unterwegs Neues entdecken. So lange bleiben, wie es sich gut anfühlt, und in kurzer Zeit möglichst viel sehen und erleben. Meine Vorlieben beim Camping haben sich im Laufe der Jahre verändert: vom einfachen Zelt über den Wohnwagen bis hin zu Glamping und schließlich dem Wohnmobil. Ich liebe Süddeutschland, Österreich, die Schweiz und Griechenland. Meine schönste Erinnerung an einen Campingurlaub? Ein dreiwöchiger Wanderritt mit meinem eigenen Pferd in den Niederlanden. Einfach und etwas spartanisch – aber ein unvergessliches Erlebnis!

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