TestTour

Camper Test vom Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G

5 März, 2026

Nach neun Monaten im eigenen Kastenwagen, 30 bereisten Ländern und zahlreichen Campingerlebnissen wissen Maja und Felix genau, worauf es bei einem Camper ankommt. Während der CampLife TestTour nehmen sie den Bürstner Lyseo Skyline Edition genauer unter die Lupe und prüfen, wie gut großzügiger Raum und flexible Nutzungsmöglichkeiten im Alltag harmonieren.

Inhaltsverzeichnis

Zusammengefasst
Dass Maja und Felix erfahrene Camper sind, zeigt sich in ihrem Fazit. Nach neun Monaten im eigenen Kastenwagen und 30 bereisten Ländern wissen sie genau, worauf es unterwegs ankommt. Besonders begeistert sie das großzügige Platzangebot im Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G, ebenso wie die hochwertige Inneneinrichtung und das stimmige Lichtdesign. Ein Kritikpunkt bleibt der schwer erreichbare Wasserhahn im Schwenkbad. Nach einigen Flohmarkt- und Secondhand-Funden stellt sich am Ende nur eine Frage: Wie bekommen sie all die schönen Einkäufe wieder in ihren eigenen Kastenwagen? Im Bürstner jedenfalls war dafür reichlich Platz.

1. Der Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G auf einen Blick

Maja und Felix bringen bereits viel Campingerfahrung mit und sind bisher mit ihrem sechs Meter langen Citroën Jumper Kastenwagen durch Europa gereist. Für die CampLife TestTour möchten sie nun herausfinden, wie es ist, mit einem größeren Camper durch Dänemark zu fahren. Der erste Eindruck des Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G ist positiv: Der Camper wirkt geräumig, ohne wuchtig zu sein.

Außenansicht des Campers Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G auf einer Landstraße mit Bäumen und Feldern

Wendig unterwegs mit dem Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G

Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen bleibt er zudem flexibel einsetzbar. Praktisch ist an diesem Model, dass ein B-Führerschein ausreicht. Besonders gefällt den beiden das hochwertige Ambiente im Innenraum, das durch die Ambientebeleuchtung, den integrierten Weinschrank und die harmonische Kombination aus hellem Holz, weißen Schranktüren und dunklen Vollledersitzen entsteht.

Zwei Weingläser im Weinschrank mit hellem Holz und Glastür

Durchdachtes Detail: der Weinschrank

2. Die Raumaufteilung

Der Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G misst 6,98 Meter in der Länge und ist 2,32 Meter breit. Der Teilintegrierte kombiniert einen großzügigen Sitzbereich mit raffinierten Details sowie einen Schlafbereich mit zwei Einzelbetten, die sich mithilfe einer Betterweiterung zu einem Doppelbett verbinden lassen. Zudem verfügt der Camper über ein Schwenkbad und eine große Heckgarage.

Der Schlafbereich
Im Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G bewerten Maja und Felix sowohl die Matratzen als auch den Einstieg ins Bett als sehr bequem.

Maja macht das Bett im Camper. Dieser bietet viel Abstellfläche

Der Schlafbereich bietet neben Doppelbett auch viel Ablagefläche

Mit der Betterweiterung – einem Schubelement, das zwischen die beiden Einzelbetten eingesetzt wird – lassen sich die Betten zu einem großen Doppelbett verbinden. Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch, dass die Erweiterung etwas dicker als die restliche Matratze ist. Dadurch entsteht eine kleine Stufe und die Liegefläche ist nicht ganz eben.

Höhenunterschied zwischen Matratze und Schubelement.

Durch das Schubelement werden aus Einzelbetten Doppelbetten, dabei entsteht jedoch ein kleiner Höhenunterschied.

Zudem wird der Einstieg ins Bett mit eingesetzter Betterweiterung etwas höher, da eine Leiter fehlt. Die Größe des Bettes ist für die beiden jedoch absolut ausreichend – sie können problemlos in jede Richtung liegen und ist für Maja und Felix auch als Querbett nutzbar.

Der Toilettenbereich
Das Schwenkbad gefällt Maja und Felix insgesamt gut. Es bietet angenehm viel Platz, einen großen Spiegel im Bad und an der Tür sowie eine Dachhaube statt eines Lüftungspilzes, alles klare Pluspunkte im Bürstner. Auch der großzügige Stauraum für Badutensilien und ein großer, praktischer Handtuchhalter überzeugen. Zusätzlich sammelt der externe Wasseranschluss beim Team Aktiv weitere Pluspunkte.
Allerdings befindet sich im Badezimmer auch der größte Kritikpunkt des Fahrzeugs. Zwar lässt sich die Wasserstärke des Duschkopfs regulieren, nach dem Schwenken zum Duschen kann die Temperatur jedoch nicht mehr angepasst werden. Verbesserungsbedarf sehen die beiden außerdem bei den Badeschränken: Höhere Kanten oder ein Gummizug als Fallschutz wären sinnvoll, da die aktuellen Fallschutzkanten ihrer Meinung nach etwas zu niedrig sind.

Badezimmer mit großem Spiegel, Waschbecken und Lampen.

Im Badezimmer gibt es viel Platz

Der Küchenbereich
Beim Bürstner Lyseo Time SkyLine EDITION T 690 G kocht man auf einem Dreiflammenkocher.

Der Dreiflammenkocher mit grauer Espressmschiene

Der Dreiflammenkocher bietet genug Platz für Campingrezepte

Hier haben Maja und Felix genügend Platz für zwei mittelgroße Töpfe und eine kleine Pfanne – toll für ausgefallene Campingrezepte! Im Camper finden die beiden außerdem ausreichend Platz zum Geschirrspülen. Gut gefällt ihnen auch die Belüftungsmöglichkeit, da sowohl ein Seitenfenster als auch ein Dachfenster im Küchenbereich verbaut sind.
Zusätzliche Ablage- oder Schneidefläche wäre für die beiden jedoch wünschenswert, da diese im Vergleich zum sonst großzügigen Raum- und Platzangebot etwas knapp bemessen ist. Punkten kann im Küchenbereich hingegen der praktische Spritzschutz aus Glas hinter dem Kochfeld sowie das Weinregal und der große und beinah geräuschlose Kühlschrank.

Felix schaut in den großen, gut gefüllten Kühlschrank

Im Kühlschrank findet alles seinen Platz!

Der Wohnbereich
Der Wohnbereich bietet eine Sitzgruppe, die nicht als Bett umbaubar ist. Mit drei Personen kann man komfortabel Platz finden, mit vier Personen ist es etwas enger. Der Sitzbereich lässt sich einfach umbauen, dass vier Personen mit Gurt fahren können. Gut gefällt, dass der Tisch einfach und in verschiedenen Positionen verstellbar ist. Negativ ist der etwas knappe Sitz für eine vierte Person plus die für Kratzer empfindliche Tischoberfläche. Etwas mehr Tageslicht im Wohnraum wäre wünschenswert, aber ist dennoch sehr angenehm.

Blick vom Sitzbereich, wo Maja und Felix ein Spiel spielen in den Schlafbereich

Der Wohnbereich bietet genügend Platz für Spieleabende!

3. Komfort im Innenraum

Stauraum
Der Bürstner bietet im gesamten Fahrzeug viel Stauraum. Besonders gut gefallen Maja und Felix die Wohnraum-Oberschränke, die sinnvoll unterteilt sind und über einen Fallschutz verfügen: so sind auch alle Spiele und kleinere Gegenstände sicher verstaut. Unter der Sitzbank befindet sich zwar ebenfalls viel Stauraum, dieser ist jedoch nur schwer erreichbar, da zuvor die Sitzpolster entfernt werden müssen.
Die Kleiderschränke im Schlafbereich unter anderem unter den Betten bieten reichlich Platz, können ohne zusätzliche Kleiderhaken jedoch schnell etwas unübersichtlich werden.

Maja holt ein Kleidungsstück aus dem Fach oberhalb des Bettes.

Im Schlafbereich gibt es nicht nur über sondern auch unter den Bett genügend Stauraummöglichkeiten.

Auch im Badezimmer steht dem Team Aktiv genügend Stauraum zur Verfügung, zudem gefällt ihnen die praktische Handtuchhalterung. In der Küche gibt es ausreichend Stauraum, allerdings würden zusätzliche Ablage- oder Schneideflächen das Gesamtbild noch verbessern.

Felix räumt Campingstühle in die Heckgarage des Campers.

In der großen Heckgarage gibt es viel Stauraum.

Ein echtes Highlight ist die große, beleuchtete Heckgarage mit zusätzlichen Staufächern. Hier finden selbst Fahrräder und einige Einkäufe aus Secondhandläden problemlos Platz. Einziges Problem für Team Aktiv: „Wie bekommen wir das alles später wieder in unserem eigenen Kastenwagen unter?“ Für ein noch einfacheres Beladen wäre allerdings eine zweite Garagentür praktisch.

Beleuchtung
Das Beleuchtungssystem im Bürstner überzeugt Maja und Felix auf ganzer Linie. Besonders gut gefällt ihnen die indirekte Beleuchtung, die in verschiedene Zonen unterteilt ist und für eine angenehme Atmosphäre sorgt.

Detailaufnahme des Sitzes mit Beleuchtung

Stimmige Beleuchtung im Bürstner

Ergänzt wird sie durch mehrere kleinere Lichtquellen im gesamten Camper. Auch der Kleiderschrank und die Heckgarage sind beleuchtet, was im Alltag sehr praktisch ist.
Als möglichen Verbesserungswunsch nennen die beiden eine Dimmbarkeit der Beleuchtung, da sie bei Dunkelheit teilweise etwas hell wirkt. Die Anzeige für Batterie sowie Frisch- und Abwasserfüllstand punktet zudem mit einem modernen Design. Für Menschen, die gerne komplett dunkel schlafen, könnte sie jedoch etwas störend sein, ansonsten dient sie sogar als praktisches Nachtlicht.

Fenster
Die Fenster lassen sich angenehm leicht bedienen und sind mit Verdunkelung sowie Insektenschutz ausgestattet. Beim Verstellen kann es allerdings passieren, dass die Verdunkelung in die Schiene des Insektenschutzes springt oder umgekehrt. Bei den seitlichen Aufbaufenstern bleibt zudem unten ein kleiner Lichtspalt. Insgesamt könnte der Wohnbereich etwas mehr Tageslicht vertragen: Über der Sitzgruppe fehlt für Maja und Felix ein Fenster, da es nur ein kleines Dachfenster im Küchenbereich gibt. Auch ein Insektenschutz an der Aufbautür würden sich die beiden wünschen – gerade weil man die Tür wegen des geringen Lichteinfalls im Sitzbereich öfter offen lässt. Positiv fällt hingegen die Frontverdunkelung auf.

4. Das Fahrzeug

Der Camper überzeugt insgesamt mit angenehmen Fahreigenschaften. Die Automatik schaltet in den meisten Situationen zuverlässig und sinnvoll, und mit 140 PS ist das Fahrzeug ausreichend motorisiert – auch wenn in bergigen Regionen etwas mehr Leistung nicht schaden würde.

Automatik-Getriebe des Bürstner in Nahaufnahme

Die Automatik des Bürstner schaltet in den meisten Situationen zuverlässig und sinnvoll

Der 90-Liter-Dieseltank sorgt zudem für eine gute Reichweite. Positiv fällt Maja und Felix außerdem auf, dass der Möbelaufbau während der Fahrt kaum Geräusche verursacht. Praktisch ist auch, dass sich das Radio selbst bei ausgeschalteter Zündung nutzen lässt.

Für einige Punkte haben die beiden noch Verbesserungswünsche: Die Rückfahrkamera ist bei Dunkelheit manchmal schwer nutzbar, da das beleuchtete Bürstner-Logo das Bild rötlich überstrahlt. Das Tempolimitwarnsystem (ISA) arbeitet häufig ungenau, piept entsprechend oft und lässt sich nicht abschalten. Außerdem fehlt eine Anzeige der Außentemperatur. Durch die Frontverdunkelung lassen sich zudem die Sonnenblenden nicht zur Seite drehen.

Maja und Felix sitzen angeschnallt im Bürstner auf dem Campingplatz

Maja und Felix haben viel Fahrspaß mit dem Bürstner

Maße:
Länge 698cm
Breite 232cm
Höhe 270 cm
Motorisierung Leistung: Fiat Ducato, 140 PS

Preis ab 69.999 Euro

5. Fazit

Was den beiden am besten gefallen hat? Ganz klar: das Wohngefühl durch die Bewegungsfreiheit und die bessere Isolation im Vergleich zum Kastenwagen. Im Bürstner können sie problemlos im Wageninneren aneinander vorbeigehen. Gleichzeitig bleibt der Camper wendig und in den dänischen Städten findet man relativ leicht einen Parkplatz.

Felix sitzt auf einem Campingstuhl vor dem Camper, Maja steht an der Tür um aus dem Bürstner zu steigen

Kombination aus Komfort und Flexibilität

Gut gefallen hat den beiden auch die Größe von Kochfeld und Kühlschrank. Positiv fallen außerdem der viele Stauraum in den Schränken und in der Heckgarage auf. Wichtig ist für Team Aktiv auch, dass man zu viert gemütlich sitzen kann – was im Bürstner problemlos möglich ist. Schön finden die beiden zudem Details wie das Weinregal sowie die großzügige Dusche.

Weniger überzeugt haben sie hingegen die Temperaturregelung im Schwenkbad und die Position des Abflusses in der Dusche. Auch eine Dimmbarkeit des Ambientelichts würden sie sich wünschen. Insegsamt gefällt den beiden der Camper, bietet er doch sehr viel mehr Bewegungsraum und Platz im Vergleich zu ihrem eigenen Kastenwagen .

Sieh dir auch den Campertest im Video an:

Möchtest du mehr über die CampLife TestTour und die Testteams erfahren? In der Übersicht findest du alle Artikel zur CampLife TestTour entlang der südlichen Ostseeküste Jütlands. Auf dem YouTube-Kanal von ACSI gibt es außerdem alle Videos zu den Aktivitäten, Teams und Campingfahrzeugen.

  • Autor: Cathrin
  • Für mich gibt es keinen schöneren Urlaub als mit dem Zelt von einem Campingplatz zum nächsten aufzubrechen. Dabei ist es gerade interessant, nie zu wissen wohin die Reise genau geht. Während meines Urlaubs ist mir zudem die Nähe zur Natur besonders wichtig. Daher sind meine liebsten Reiseziele auch zu Fuß oder per Zug erreichbar. Letztes Jahr war ich in Österreich. Wohin meine nächste Reise geht… das weiß ich jetzt noch nicht!

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