Kurz und knackig: Valencia – Las Fallas

In der Rubrik „Kurz und knackig“ stellen wir Ihnen jedes Mal eine besondere Region anhand kurzer Artikel vor.  Sanne und Michèle reisen zu den schönsten Orten in Spanien. Nach dem Besuch der Region Alicante fahren die beiden nun weiter nach Valencia*, wo sie das Las-Fallas-Fest miterleben.  

Las Fallas: Dieses Folklore-Fest wird jedes Jahr im März zu Ehren des heiligen Josefs gefeiert. Offiziell beginnt es am letzten Sonntag im Februar und endet am 19. März. In diesem Zeitraum werden an bestimmten Tagen unterschiedliche Traditionen gepflegt, manche Aktivitäten finden jedoch auch täglich statt. So wird beispielsweise jeden Tag um 14:00 Uhr am Rathaus eine „Mascletà“ gezündet, ein krachendes Feuerwerk, das in verschiedenen Rhythmen und Lautstärken explodiert.

In der ganzen Stadt tummeln sich Besucher, sowohl Touristen als auch Einheimische. Einige der Einwohner sind in traditionelle Trachten gekleidet. Die Frauen und Mädchen tragen prächtige Kleider und haben ihre geflochtenen Haare am Hinterkopf oder an den Seiten zu Schnecken aufgerollt. Die Tracht der Männer besteht aus einer Art Pumphose, einer farbigen Weste und einem Schal in der Farbe des Stadtviertels, aus dem sie stammen. Jedes Viertel bzw. jede Straße hat im Vorfeld des Festes eine eigene Skulptur entworfen und gebaut. Diese Skulpturen werden Fallas genannt. Auf den Fallas, die mehr als 30 m hoch sein können, stehen sogenannte Ninots, Skulpturen, die bis zu zwei Meter groß sind und auch „Fallas Infantiles“ genannt werden. Die Ninots (Puppen) werden als Einzelfiguren von den Zuschauern bewertet und die beliebteste von ihnen bekommt einen Platz im Museum, wo (seit 1934) jedes Jahr ein Ninot ausgestellt wird. Der Rest der Skulpturen wird verbrannt.

Las Fallas in Valencia

Als wir in Valencia ankamen, waren wir ganz begeistert. Wir parkten den Bus bei strahlendem Sonnenschein an der Strandpromenade. Die Skulpturen fanden wir großartig, und es tat uns leid, dass sie am Ende verbrannt werden würden. Als wir mit dem Bus durch die Stadt fuhren, wurde uns klar, dass es legal ist, jederzeit und überall Feuerwerk zu zünden. Nun bin ich (Sanne) nicht wirklich ein Feuerwerk-Fan. Ich fühlte mich sehr gestresst, auch weil in der Stadt viel Betrieb herrschte. In der Tourist-Info bekamen wir eine Karte der Stadt und eine Broschüre, in der alle Festival-Aktivitäten aufgeführt waren.

Wir besuchten alle kostenlosen Sehenswürdigkeiten der Stadt: die Markthalle, das alte Badehaus, das Stadttor, verschiedene Plätze und den Park, der auch den bekannten Parque Gulliver beherbergt. Der Park ist in einem ehemaligen Flussbett angelegt. Als wir hindurchgingen, war es, als hätte jemand eine Schallschutzwand aufgebaut. Wir hörten von dem Fest fast gar nichts mehr, nur noch das Feuerwerk, das im Park selbst gezündet wurde. Die Ruhe, die der Park vermittelte, war ein gewaltiger Kontrast zu der Geschäftigkeit in der Stadt. Wir gingen vom Zentrum durch den Park zu dem berühmten Opernhaus Palau de les Arts Reina Sofia. Von dort machten wir einen Spaziergang durch einen Außenbezirk, um schließlich an der Promenade wieder auszukommen. Abends genossen wir das Feuerwerk und schauten den Familien zu, die auf der Promenade gemeinsam Feuerwerkskörper zündeten. Ich fühlte mich allerdings bei all dem Lärm nicht wirklich wohl. Darum beschlossen wir, die Stadt zu verlassen und zu einer ruhigeren Zeit noch einmal wiederzukehren.

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Michèle & Sanne
  • Autor: Michèle & Sanne
  • Das sind wir, Michèle (26) und Sanne (21). Seit November 2017 reisen wir in unserem blauen Volkswagen T4 mit Namen Stitch durch Europa. Unterwegs erfahren wir viel über die Orte, die wir besuchen, über uns selbst und das Campingleben. Nach und nach lernen wir the vanlife in all seinen Facetten kennen und möchten unsere Erfahrungen gerne mit Ihnen teilen.

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