Drei sonnige Kulturtrips in den Süden

Juli, 31 2018

Ein Bahnhofsgebäude voller Mosaike, ein Kloster, das seine Existenz Gewürzen verdankt, und kleine Märkte, die an Freilichttheater erinnern … Valencia, Lissabon und Florenz sind voller Kulturschätze und warten auf Ihren Besuch!

Valencia – Spanien

Diese Stadt* ist ein kultureller Hotspot, der Sie nicht so bald langweilen wird. Einer der Orte, den Sie unbedingt gesehen haben müssen, ist praktisch und schön zugleich: der Bahnhof Estación del Norte. Es mag langweilig klingen: ein Ort, an dem Züge ein- und ausfahren. Aber mit seiner Mischung aus Modernisme-Jugendstil und europäischen Baustilen ist er eine wahre Augenweide.

Estación del Norte

Die Außenseite ist fachkundig verziert. Blumen, Apfelsinen und Orangenblüten zieren als Ornamente die Fassade. Und der Adler, der über dem Gebäude thront, behält alles gut im Blick. Das Interieur ist ein Eldorado für Keramikliebhaber. Überall sind prächtige Kunstwerke aus Mosaiken zu bewundern. Trencadís heißt dieser Stil, eine Kunstform, die auch Gaudí vielfach verwendet hat. An den Wänden ist in vielen Sprachen auf den Mosaiken „Gute Reise“ zu lesen. Eine schöne Suchaufgabe für Kinder: das Kunstwerk in der eigenen Sprache zu finden! Und während die Sprösslinge auf Entdeckungstour gehen, können Sie die authentischen Jugendstil-Holzschalter und Bleiglasfenster bewundern.

Es ist seltsam, aber anders als der Name vermuten lässt, liegt der Bahnhof im südlichen Teil der Innenstadt von Valencia!

Lissabon – Portugal

In Lissabon* findet man viele schöne Stadtviertel, die alle ihre eigenen Besonderheiten aufweisen. Welches sollte man sich als Erstes ansehen? Belém natürlich! Dieses Viertel war früher auch der Ausgangspunkt der portugiesischen Entdeckungsreisen. Deshalb findet man hier viele interessante Museen und Denkmäler aus dem Goldenden Jahrhundert.

Mosteiro dos Jerónimos - Lissabon

Wer an einen portugiesischen Entdeckungsreisenden denkt, denkt an Vasco da Gama. Ihm ist es zu verdanken, dass man heute das Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymitenkloster) besuchen kann. Jedenfalls besagt die Überlieferung, dass dieses Kloster aus dem 16. Jahrhundert seinerzeit mit den Erträgen aus dem Gewürzhandel finanziert wurde. Ein greifbares Symbol des portugiesischen Reichtums jener Zeit, das mit einer Kalksteinfassade und den zahlreichen maurischen Verzierungen einen wunderschönen Anblick bietet. In dem Kloster befinden sich ein Museum und die Gräber berühmter Persönlichkeiten, unter anderem aus der königlichen Familie. Wer von all dieser Grandeur eine Pause braucht, findet Erholung an dem 3.300 Quadratmeter großen Springbrunnen im Garten.

Pastéis de Belém - Lissabon

Wenn Sie das Kloster besuchen, befinden Sie sich in fußläufiger Entfernung zu der Bäckerei Antiga Confeiteria. Versuchen Sie, hier ein pastéis de Belém zu ergattern: ein köstliches Gebäck aus Blätterteig, Sahne, Zimt und Zucker. Nur drei Menschen kennen das geheime Rezept und diese Bäckerei ist der einzige Ort, an dem man diese Teilchen kaufen kann. Die Schlange der anstehenden Leckermäuler reicht immer bis auf die Straße, aber das Warten lohnt sich. Genießen Sie diese Köstlichkeit im Park – umgeben von picknickenden portugiesischen Familien.

Florenz – Italien

Das italienische Firenze* ist ebenfalls ein Ort, der Kulturfreunden viel zu bieten hat. Natürlich können Sie hier die bekannteste Brücke der Stadt, den Ponte Vecchio, besuchen und dort in den schönen Schmuckläden ihr Urlaubsgeld für funkelnde Juwelen ausgeben. Wer für Edelsteine nicht das nötige Kleingeld hat, findet in Florenz jedoch genügend Märkte, auf denen man zu erschwinglichen Preisen hübsche Andenken, Antiquitäten und leckere Imbisse erwerben kann.

Mercato San Lorenzo - Florence

Auf den Märkten in Italien kommt man sich mitunter vor wie in einem Freilichttheater. Händler und Käufer feilschen unter Einsatz von Händen und Füßen lautstark um den angemessenen Preis für die Ware. Jeder Markt hat seinen eigenen Charme. Der bekannteste ist der Mercato San Lorenzo. Er wird von vielen Touristen besucht, und das hat einen guten Grund: Viele Waren sind hier deutlich preiswerter als auf anderen Märkten der Stadt. Hier bekommt man eine schöne venezianische Maske oder eine Ledertasche, ohne allzu tief in die Tasche greifen zu müssen. Der Markt befindet sich nahe der Kirche Basilica di San Lorenzo di Firenze aus dem 15. Jahrhundert. So können Sie an diesem Ort kulturell zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Mercato Centrale - Florence

Wenn Sie ein Schnäppchen ergattert haben, sollten Sie noch ein Stück weitergehen: zum Mercato Centrale. In dieser Markthalle, die an den San Lorenzo-Markt grenzt, werden üppige Blumen und köstliche toskanische Häppchen feilgeboten. Wählen Sie aus den toskanischen Weinen, dem Käse vom Land, frisch gepresstem Olivenöl, Trüffeln und vielem mehr: fantastische Zutaten für eine abendliche Schlemmermahlzeit auf dem Campingplatz.

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Joyce Broekhuis
  • Autor: Joyce Broekhuis
  • Früher fuhr Joyce jedes Jahr mit der ganzen Familie samt Faltcaravan durch Frankreich. Heute schweift sie mit einem Zelt durch ganz Europa – auf der Suche nach kleinen, gemütlichen Campingplätzen. Ihre liebsten Campingplätze befinden sich in schönen Naturgebieten oder in der Nähe von einladenden Städten.

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